Maddy im Meer versenkt?
Die Eltern von Madeleine lassen die Verdachtsmomente gegen sie nicht unkommentiert. Vielmehr setzen sie wieder auf die Karte, die sie schon nach der Entführung am 3. Mai mit großem Eifer gezogen hatten: die Medien. Mit umgerechnet 120.000 Euro starten sie erneut eine Kampagne, mit der sie auffordern, jeden Stein auf der Suche nach der Vierjährigen umzudrehen.
Das Geld für die Aktion stammt aus dem Fonds für Maddy. 1,5 Millionen Euro sind bereits gesammelt worden, um die Ermittlungen voranzutreiben. Das Vorgehen der McCanns, die sich immer wieder die Medien zunutze gemacht haben und selbst den Papst für sich einspannen konnten, trifft auf ein geteiltes Echo. Viele kritisieren die andauernde Medienpräsenz von Kate und Gerry McCann.
Im Fall selbst ist neben der Mutter nun wieder der Brite ins Blickfeld der Ermittler gerückt. Der Mann, der an der Algarve Nachbar der Familie war, soll das Kind von einer Yacht aus mit Steinen beschwert ins Meer geworfen haben. Andere Medien berichten, die Eltern hätten mit Hilfe von Komplizen den Leichnam im Meer versenkt. Die Wahrscheinlichkeit, die Leiche zu finden, wird von der portugiesischen Polizei inzwischen als sehr gering bezeichnet.
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