Das Abtreibungs-Referendum in Portugal, bei dem nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hat, bleibt nach wie vor eines der großen Themen. Die Mehrheit der Wähler hatte sich für eine Liberalisierung des Abtreibungsrechtes entschieden, die nun von den Abgeordneten abgesegnet werden soll. Eine Entwicklung, der vor allem die katholische Kirche kritisch gegenübersteht.
Am 16. Februar haben sich die Bischöfe in Fatima versammelt und das Wahlergebnis analysiert. Selbst, wenn Abtreibungen künftig legal seien, unter moralischen Gesichtspunkten seien sie nicht legitim. „Jede Schwangerschaftsunterbrechung bleibt eine schwere Sünde, denn sie verstößt gegen das Gebot des Herrn: Du sollst nicht töten“, so die Bischöfe.
Sie wollen weiter für das ungeborene Leben kämpfen und dafür sorgen, dass Einrichtungen geschaffen werden, die Frauen Hilfe anbieten. Wichtig sei es, die Bedingungen dafür zu schaffen, dass Frauen sich gegen eine Abtreibung entscheiden. An Ärzte und medizinisches Personal richten die Bischöfe die Bitte, Abtreibungen aus Gewissensgründen zu verweigern.
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