Am Sonntag ist es soweit. Die lange diskutierte Volksabstimmung zur Liberalisierung der Abtreibung in Portugal ruft Gegner wie Befürworter an die Wahlurnen. Im Zusammenhang mit dem Referendum kommen nun Zahlen ans Tageslicht, die einfach nur schockieren.
Abtreibungen haben sich in Portugal aufgrund der strengen Gesetzgebung zu einem echten Schwarzmarkt entwickelt. Almerinda Bento von der portugiesischen Frauenvereinigung UMAR scheut sich nicht, das Wort Mafia zu nutzen. Sie wundert sich nicht, dass viele Ärzte, Schwestern und Hebammen gegen die Liberalisierung des Abtreibungsrechtes sind. Denn sie verdienten recht gut an illegalen Schwangerschaftsabbrüchen. Bis zu 1.000 Euro müssten Frauen bezahlen. Die Frauenvereinigung geht von mindestens 10 Millionen Euro aus, die auf diesem Weg erwirtschaftet werden.
Auch die spanischen Abtreibungskliniken verdienen sehr gut. 8.000 Portugiesinnen kommen Jahr für Jahr ins Nachbarland, das zwar ähnlich harte Gesetzte hat, bei einer physischen oder psychischen Gefährdung der Mutter und einer eingehenden Beratung Abtreibungen jedoch erlaubt. Nun ist es an den Portugiesen zu entscheiden, ob Abtreibungen weiter strafrechtlich verfolgt werden.
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Meiner Meinung nach man muß die Abtreibungen liberalisieren. Aber die
Frauen, die die machen müssen, dürfen dabei anonym bleiben.
Schwierige Frage, vor allem im katholischen Portugal. Weiß jemand wie die Abstimmung ausgegangen ist? Vermute mal negativ?!
ja Abtreibung ist nun im katholischen Portugal erlaubt. Seid dem 15. Juli 2007 gilt ein neues Gesetz welches den Abbruch einer Schwangerschaft bis zur 10. Schwangerschaftswoche erlaubt.
Das wurde auch langsam Zeit. Wenn man bedenkt wieviele Frauen bisher vor Gericht standen wegen illegaler Abtreibung. Jetzt würde mich interessieren was mit den Urteilen wird die vor dem 15. juli gesprochen wurden?
Komme gerade aus Portugal und habe dort Bekannte. Wir hatten das Gesprächsthema die Tage. Im Allgemeinen finden die Portugiesen diese Entscheidung eher gut!