Zwei Wochen vor der Volksabstimmung zum Abtreibungsrecht wird es ernst in Portugal. Das für den 11. Februar angesetzte Referendum hat seit seiner Ankündigung für eine gereizte Stimmung gesorgt, die sich jetzt auch in Demonstrationen widerspiegelt.
Tausende Abtreibungsgegner – die Polizei geht von rund 9.000 TeilnehmerInnen aus – haben in Lissabon vor einer Entbindungsklinik demonstriert und sind von dort zum Fonte Luminosa, einem Springbrunnen im Westen der Stadt, gezogen. Sie machten lautstark deutlich, dass sie an das Leben, vom Beginn der Zeugung bis zum letzen Atemzug, glauben.
Sie vertreten damit die Meinung der Kirche, die zu einem klaren „Nein“ zur Legalisierung der Abtreibung auffordert. Bislang darf in Portugal nur abgetrieben werden, wenn die Frau vergewaltigt wurde. Ansonsten droht sogar eine Gefängnisstrafe. Diese strenge Gesetzgebung möchte die sozialistische Regierung nun lockern und Abtreibungen innerhalb der ersten zehn Wochen legalisieren. Viel wichtiger, so die Kirche, sei allerdings, mit einer neuen Familienpolitik dafür zu sorgen, dass arme Familie und werdende Mütter eine bessere Unterstützung erfahren.
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Es wird auch Zeit, dass dieses Gesetz geändert wird. Denn auch wenn eine stärkere Unterstützung von Ärmeren Familien/Müttern noch wichtiger ist, sollte doch die Frau selbst entscheiden können, ob sie das Kind zur Welt bringen möchte. Es gibt schließlich auch einige Gründe dagegen: Wenn die frau selbst noch sehr jung ist, wenn es Gewalt in der Beziehung gibt, etc…
Gute Informationen über eine Sozialausgabe.